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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Altes Residenztheater (Cuvilliés- Theater)

Cuvilliés-Theater, Zuschauerraum, Blick auf die Kurfürstenloge, Zustand nach dem Einbau der Logenräume in den Apothekenstock der Residenz 1958 und der Konservierung 2008 © Bayerische Schlösserverwaltung
Cuvilliés-Theater, Zuschauerraum, Blick auf die Kurfürstenloge, Zustand nach dem Einbau der Logenräume in den Apothekenstock der Residenz 1958 und der Konservierung 2008 © Bayerische Schlösserverwaltung
Repräsentation und Theater waren für das Zeitalter des Absolutismus untrennbar miteinander verbunden. Schon 1652 wurden für den Münchner Hof anlässlich der Hochzeit Kurfürst Ferdinand Marias mit Henriette Adelaide ein frei stehendes Theater am Salvatorplatz errichtet. Hundert Jahre später, 1751, erfolgte die Grundsteinlegung zu einem neuen Theaterbau in unmittelbarer Nachbarschaft zur Residenz. Obwohl sich die Arbeiten an der Ausstattung bis 1755 hinzogen, konnte das Theater schon 1753 erstmals bespielt werden. Die Pläne für die Gestaltung des Zuschauerraumes stammen von François Cuvilliés dem Älteren. An der Realisierung waren die bedeutendsten Münchner Hofkünstler wie Johann Baptist Straub und Johann Baptist Zimmermann beteiligt. Ihnen gelang mit dem Residenztheater ein Gesamtkunstwerk des Rokoko von europäischem Rang. 1781 wurde hier die Oper „Idomeneo" von Wolfgang Amadeus Mozart uraufgeführt. Wie die Residenz selbst wurde auch das Residenztheater 1944 zerstört. Die Logenverkleidungen des Zuschauerraums waren jedoch vorher ausgebaut und in Sicherheit gebracht worden. Mitte der fünfziger Jahre fiel die Entscheidung, das Theater an anderer Stelle im Bereich der Residenz München - am Brunnenhof - wiedererstehen zu lassen. Zur 800-Jahr-Feier der Landeshauptstadt München 1958 wurde es feierlich wieder eröffnet.
© Bayerische Schlösserverwaltung www.schloesser.bayern.de

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